Die Immobilienbranche hat sich auf ein neues Normal eingestellt. Doch was bedeutet das konkret für Städte, Bestand und neue Projekte?
Auf der EXPO REAL spricht Wolfgang Gruschwitz mit Nicole Franken und Prof. Bernhard Franken darüber, wie sich Immobilien und Stadtentwicklung unter den aktuellen Marktbedingungen verändern.
Im Mittelpunkt steht die urbane Transformation: klassische Retail- und Büroflächen verlieren an Bedeutung, Bestandsgebäude müssen neu gedacht und Innenstädte stärker durch Mixed Use, neue Nutzungen und sogenannte dritte Orte belebt werden. Für Nicole und Bernhard ist klar: Die Transformation ist längst nicht mehr Zukunftsmusik, sondern bereits mitten in der Umsetzung.
Gleichzeitig machen hohe Baukosten, komplexe Vorgaben, lange Genehmigungsprozesse und schwierige Finanzierungsbedingungen neue Projekte deutlich anspruchsvoller. Im Gespräch geht es deshalb auch darum, welche Standards tatsächlich notwendig sind, wie mehr Eigenverantwortung helfen könnte und warum bezahlbares Wohnen immer mitgedacht werden muss.
Auch beim Umgang mit Bestand gibt es für die beiden keine einfache Antwort: Erhalten oder neu bauen muss immer individuell entschieden werden. Entscheidend ist, ob sich aus vorhandenen Gebäuden neue, wirtschaftlich tragfähige und langfristig attraktive Orte entwickeln lassen.
Und trotz schwieriger Rahmenbedingungen bleibt der Blick nach vorne pragmatisch: Die große Goldgräberstimmung ist vorbei, aber es wird weiterhin geplant, gebaut und investiert. Die Branche muss lernen, mit dem neuen Normal umzugehen und darin neue Chancen zu finden.
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