Welche Handelsflächen funktionieren noch, wenn Händler selektiver werden, Frequenzen sich verschieben und klassische Verkaufsflächen zunehmend unter Druck geraten?
Auf der EXPO REAL spricht Wolfgang Gruschwitz mit Dr. Andreas Klubert, geschäftsführender Gesellschafter der realkon Immobilien GmbH. realkon ist auf die Vermittlung und Beratung rund um Einzelhandelsimmobilien in deutschen Innenstädten und Top-Lagen spezialisiert.
Im Gespräch geht es um einen Handelsimmobilienmarkt zwischen Unsicherheit und neuen Chancen. Während viele Händler zurückhaltender agieren, sieht Klubert weiterhin Expansion. Gerade neue internationale Marken brauchen physische Präsenz und setzen verstärkt auf größere Flagship Stores statt auf viele kleine Verkaufsstellen.
Gleichzeitig wird der Markt selektiver. Top-Lagen mit hoher Frequenz können auch künftig funktionieren, wenn Konzepte diese Frequenz tatsächlich in Umsatz übersetzen. Für schwächere B-Lagen wird es dagegen schwieriger. Hohe Mieten treffen dort auf geringere Frequenz und verändern damit die Wirtschaftlichkeit vieler Flächen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit Flächen, die für klassischen Einzelhandel nicht mehr funktionieren. Mehrgeschossige Verkaufsflächen verlieren an Bedeutung und Eigentümer müssen über neue Nutzungen nachdenken. Für Klubert ist dabei klar: Proaktiv handeln ist besser als auf den richtigen Mieter zu warten.
Auch langwierige Genehmigungsverfahren erschweren solche Veränderungen. Gerade bei Nutzungsänderungen sorgen fehlende Geschwindigkeit und Planbarkeit dafür, dass Flächen länger leer stehen als notwendig.
Eine Folge über Flagship Stores, Frequenz, Mieten und neue Nutzungskonzepte und darüber, warum sich der stationäre Handel nicht einfach zurückzieht, sondern seine Flächen zunehmend neu bewertet.
Mehr Informationen zum Unternehmen: https://www.realkon.de/