Warum scheitern Immobilienprojekte heute so oft nicht am Kapital, sondern an fehlender Verlässlichkeit?
Auf der EXPO REAL spricht Thomas Frey mit Dr. Simon Kempf, Co-Founder der Periskop Partners AG, darüber, was Immobilienprojekte 2026 überhaupt noch wirtschaftlich machbar macht.
Kempf entwickelt und investiert bereits in sehr frühen Projektphasen, teilweise noch bevor überhaupt Planungsrecht besteht. Entsprechend klar ist sein Blick auf die aktuellen Herausforderungen: Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und fehlende Planungssicherheit machen viele Projekte zunehmend schwer kalkulierbar. Besonders entscheidend ist für ihn dabei die Verlässlichkeit von Politik und Verwaltung, weil Verzögerungen unmittelbar Zeit, Risiko und Wirtschaftlichkeit beeinflussen.
Im Gespräch geht es außerdem um ein grundsätzliches Problem im Planungsprozess: Während bestehende Anwohner und andere Interessengruppen beteiligt werden, haben die zukünftigen Nutzer und Wohnungssuchenden oft kaum eine Stimme. Gerade bei Nachverdichtung und neuen Quartieren werde dadurch zu wenig danach gefragt, für wen eigentlich gebaut wird.
Auch bei ESG und Nachhaltigkeit plädiert Kempf für mehr Praxisnähe. Technische Standards allein reichen aus seiner Sicht nicht aus, wenn Gebäude am tatsächlichen Verhalten der Menschen vorbeigeplant werden. Gleichzeitig fordert er weniger Zwangsoptimierung in der Projektentwicklung und mehr Win-win-Situationen zwischen Entwicklern, Kommunen, Banken und Gesellschaft.
Und wenn er sich für zukünftige Projekte nur eine Veränderung wünschen dürfte, wäre seine Antwort eindeutig: Verwaltung im Turbo-Modus.
Eine Folge über Kapital, Planungsrecht, Nutzerorientierung und die Frage, warum Verlässlichkeit zum entscheidenden Faktor für neue Immobilienprojekte wird.
Mehr Informationen zum Unternehmen: https://www.periskop.ag/